Dresden, Frühjahr 1934

Die Großmutter auf den Armen ihrer Mutter. Dresden, Frühjahr 1934

Des Gärtners Großmutter in ihrem Reich. Im Hintergrund sieht man die Werkstatt (linke Tür) und die Laube (= Schlechtwettersitz im Sommer) die beiden Fenster mit Gardinen.

Zu der Zeit wurde gerade der Anbau des Hauses hier hochgezogen, in Eigenregie, der Urgroßvater war gelernter Maurer. Er hatte im 1. Weltkrieg einen Arm verloren und mauerte dann halt einhändig. Unvorstellbar und doch war es so.

Die Großmutter war ein adoptieres Kind und die Voraussetzung dafür gewesen das die Urgroßmutter den Urgroßvater überhaupt heiratete. Dahinter steht eine sehr traurige Geschichte die ein anderes Mal erzählt wird.

Heute sieht es an dieser Stelle so aus.

Der Juni war in vielerlei Hinsicht interessant bis durchwachsen. Es war kalt und auch viel zu warm. Corona ist nirgends ein Thema, die Leute hängen wieder aufeinander als wäre nichts gewesen.

Die Faßteiche mache sich gut.

Der Himmel hat den Bogen schön.

Das Handy schwimmt ganz gut im Wasser…

Friseurtermin

Das nervigste Arbeits-Projekt von 2019 zeigt seine schönen Seiten.

Bevorratung.

Nach 12 Jahren versucht die Terrasse zu kärchern. Was für eine riesige Schweinerei. Und nacharbeiten muss ich da auch noch…

Die fünfte Nullung. Die Kollegen geben alles!

Der Gärtner führt mich aus. Kleine Vorspeisenplatte zur Nullung.

Auch diesen Monat geht der Preis für den unprofessionellsten Lieferdienst an Amazon.

Eine Sicherheitsfirma schickt mir einen falschen Schließzylinder und will das nicht wahrhaben. Nun, neben den falschen Maßen ist der Schließzylinder nicht Schwarz. Glaube ich zumindest…

Endlich mal wieder im Lieblings-Restaurant gewesen. Schön und lecker war das.

Den Goldahorn habe ich vom Gärtner zum Geburtstag bekommen. Der ist schon toll. Nicht nur der Baum.

Mit dem Monat ist auch die Wiedereingliederung herum. Da waren durchaus harte Tage dabei. Es bleibt spannend. Mir sagt alle Welt das ich auf mich aufpassen soll. Nunja. Sinnvoller wäre es wenn die Welt ihren Teil dazu beisteuert…

Bonjour tristesse

Saarland, Sackgasse, Sommer 1975. Meine Schwester fährt meinen Teddy spazieren.

Links hinter meiner Schwester das Haus unserer Großmutter. Vorne der Sandhaufen des Patenonkels, der Sandhaufen lag fast meine gesamte Kindheit da. Weiter rechts – und nicht im Bild lebten – wir. Das große Haus am Ende befindet sich schon auf der anderen Straßenseite, das war der Bauernhof, hinter dem haus standen die Viehställe. Ich bin mir nicht ganz sicher, ich glaube das Haus war bis weit in die 90er Jahre noch unverputzt.

Im kleinen Doppelhaus davor gab es einen Getränkehändler der das im Nebenerwerb machte. Jedenfalls gab es dort für 50 Pfennige eine große Flasche Limo und mein geliebtes Malzbier. In den Sohn vom Getränkehändler war ich wohl verschossen, ohne zu wissen was das überhaupt sein soll. Ich mochte ihn jedenfalls sehr.

Im großen Haus mit den Fensterläden wohnten 4 Familien mit denen wenig bis gar kein Kontakt bestand, Zugezogene und Kriegsvertriebene. Im nicht sichtbaren Haus in dem wir lebten war eine ähnliche Konstellation, unter uns wohnte ein alter Stinkstiefel, Herr Arndt, mit seiner Frau, vor dem hatten wir Kinder immer Angst.

Weiter im Rücken des Betrachters gab es noch eine Familie Hausherr, mit denen durften wir nichts zu tun haben – warum auch immer. Am Ende der Straße steht noch ein Einfamilienhaus und damit war die Sackgasse voll. Außer das ein paar Eigentümer gewechselt haben und 45 Jahre vergangen sind hat sich nichts verändert. Wieso auch.