Kurz vor 7 Uhr wachgeworden und gleich noch mal umgedreht. Die Ampel meines Arbeitszeitskonto zeigt rot, da wird aus dem Freitag eben ein freier Tag. Nach ein bisserl dösen aufstanden und darüber gefreut das die frischen Brötchen schon geliefert wurden. Das erinnert mich immer ein wenig an früher als ich der Lehre auch jeden Morgen Brötchen per Fahrrad auslieferte. Na jedenfalls habe ich dann erstmal die beiden Rosinenbrötchen eingeatmet.

Betten gemacht, ein bisserl geräumt und von einem Anruf von einem entfernten Bekannten bekommen. Microsoft hat angerufen, sein Computer sei wohl gehackt worden, es wurde ihm gleich geholfen. Warum er mich dann anrufe? Ja, hinterher kam ihm das schon komisch vor. Schulterzuckend das Gespräch beendet, ich bin nicht der Helpdesk der Welt. Diese Masche scheint gerade einen Lauf zu haben, die Schwester und das lokale Nachrichtenblättchen berichteten ähnliches. Ja nun. Warum legt man nicht einfach auf? Aber ok, lacht über mich wenn in 30 Jahren Enkel Timothy-Leon dringend meine Ersparnisse für die Reparatur seines kapotten Flugautos  benötigt.

Nachdem ich das Internet leergelesen hatte (irgendwas von einem wiederkehrenden Winter 1979 ist die Rede. Keine Ahnung, 79 hatte ich andere Probleme) packte ich die neue Webcam aus. Installiert sich ja alles von selbst. Und dann: Stasi! Überwachungsstaat! 1984! Ich erschrak darüber das sich mein Dienstlaptop von selbst entsperrte. Die neue Webcam reicht das Bild an die Gesichtserkennung des Laptops weiter. Die alte Webcam machte das nicht? Interessant.

Dann wartete ich auf den Monteur der wieder mal den Stromzähler austauschen soll. Diese Geschichte läuft ja seit vergangenem Jahr und ich hätte das gerne mal erledigt. Ich will ins Stromgeschäft einsteigen (*hust*)und unser alter Stromzähler läuft halt noch rückwärts. Ich wollte 2019 aus oben genannten Gründen einen neuen Zähler haben, da hieß es vor 2023 sei kein Austausch vorgesehen – wenn ich die Kosten übernehme aber gerne. Nachdem wir dann den Stromanbieter gewechselt haben ging das  ganz von selbst… Na jedenfalls ist das digitale Dingsbums jetzt drin.

Zwischendurch die Schwester per WhatsApp unterhalten, wird Zeit das sie ihr FaceTime repariert – WhatsApp ist nicht mehr lange…

Im Anschluss habe ich dann die leeren Flaschen weggefahren und auf dem Rückweg etwas Kuchen gekauft. Der Gärtner eilte auch schon kurze Zeit später ums Eck und brachte den Katz mit. Kaffee und Kuchen beim gleichzeitigen Schmökern im Internet. Und schon war Zeit für den wichtigsten Video-Termin des Woche – den Säugling bestaunen und die Eltern lobpreisen. Die machen das schon alle ganz gut. So ein niedliches Kind – und so kommunikativ. *nognognog*

Im Anschluss machte ich mich an das Beutelessen:

Das Essen war sehr lecker – hätte ich anfangs gar nicht gedacht. Aber dazu später mehr.

Nachdem Essen mit einem halben Auge ein paar YouTube-Filmchen über Chatöchen geschaut. Das andere Auge schlief schon. Den unwürdigen Zustand “nasser Sack im Sessel” beendete ich dann auch schon bald und ging ins Bett. So war das.

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#WMDEDGT ist eine Idee von Frau Brüllen zur Förderung der Kultur des Tagebuchbloggens. Die anderen Beiträge findet man >> hier <<.

 

Mein persönlich unbeliebtester Monat, gefolgt vom Februar. Düster, grau, öde. Wir ertragen weiter die Corona-Einschränkungen, gefühlt stecke ich noch immer im Winter 2020. Nunja, Beatmungsgeräte brauche ich meinem Leben nicht mehr, dann lieber alles auf Abstand oder halt gar nicht. Uns geht es weiterhin ganz gut, wir futtern bis zum Frühjahr unsere Vorräte weg und sehen langsam aus wie Hippies.

Leider nicht für die Studie zum bedingungslosen Grundeinkommen berücksichtigt worden. Schade, ich hätte mich auf ein Jahr Auszeit gefreut. Dafür aber die Steuererklärung in Rekordzeit erstellt und abgegeben, dadurch das ich 2020 ein halbes Jahr kein Geld verdient habe lohnt sich die Abgabe mehr denn je.

Viel wichtiger ist aber die neue Erdenbürgerin. So ein niedliches Kind, ich bin hin und weg und freue mich ihr Leben begleiten zu dürfen – zukünftig hat der Januar etwas . Auf Arbeit endete etwas und das Neue will nicht so recht starten. Hm.

Der Rest in Bildern…

Neujahrs-Kater

Nein, einfach nein!

So beginnen schlechte Filme…

(c) Daddy

Arbeitsplatzverbesserung

Aktion Füße schön.

Januar. Pff.

Mittagspause

Bonjour Tristesse

Überwachungskatz

Vorbereitung für die Halbjahres-Lasagne. Wolle nachmache? Guckst du.

 

Meine Lasagne al forno, ein vielfach erprobtes und verfeinertes Gericht in diesem Haushalt. Es braucht Zeit und Geduld. Ich mache Lasagne grundsätzlich in größerer Menge. Zum einem weil mit der Geschmack durch das langsamere Garen runder erscheint und zum anderen klassische Vorratshaltung. Einfrieren ist kein Problem.

Die hier genannte Menge ergibt 8-10 Portionen.

Zutatenliste

Sugo Bolognese:

1 kg Hackfleisch, ich nehme am liebsten Rind, halb Schwein/halb Rind passt auch.

3 kl. Dosen stückige Tomaten

1 Esslöffel Tomatenmark (kl. Dose)

Wurzelwerk (Möhren, Sellerie, Lauch,…). Mischungsverhältnisse nach Gusto, etwa 300 g kleingewürfeltes Gemüse wäre aber gut. Auch tiefgefrorenes Suppengemüse geht natürlich – es sollte halt klein gewürfelt sein.

5-6 Zwiebeln, fein gewürfelt

Knoblauch nach Geschmack, ich nehme 4-5 Zehen, feingewürfelt

1/2 Liter Brühe, ob Gemüse- oder Rinderbrühe bleibt Geschmacksache

100ml Wasser

Salz, Pfeffer, 1 guter Esslöffel Oregano, 1 Teelöffel Paprika Edelsüß, 1-2 Teelöffel Zucker – je nach Säuregehalt der Tomaten

 

Béchamelsoße:

40g Butter

40 g Mehl

800 ml Milch

Muskat

Was die Lasagne zur Lasagne macht:

1 Packung Lasagneplatten, die von DeCecco sind mein Favorit, die Eigenmarke von Edeka ist auch brauchbar.

300 g Käse zum überbacken (Mindestmenge ;-)), Gouda gemischt mit Mozzarella ist lecker, ein Bergkäse noch leckerer.

 

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Sugo Bolognese kochen

Hackfleisch anbraten mache ich am liebsten in zweit Töpfen, damit das Hackfleisch kein Wasser abgibt und Röstaroma bekommt.

Salzen und Pfeffern – nicht viel aber ja: jetzt.

Wenn das Hackfleisch gleichmäßig krümelig gebraten wurde das Tomatenmark hinzufügen und mitrösten. Wenn man wie ich zwei Töpfen nimmt: Wurzelwerk und Zwiebeln anrösten und mit etwas Tomatenmark weiterrösten.

Ablöschen mit etwas Brühe und alles zusammen in den Topf geben.

Tomaten, Knoblauch, Oregano zusammen mit der restlichen Brühe und dem Ausspülwasser einer Dose Tomaten in den Topf geben. Abschmecken und einen 1-2 Teelöffel Zucker ggf. noch etwas Salz hinzufügen.

Bei kleiner Temperatur zwei Stunden köcheln lassen, hin und wieder umrühren, am Ende nochmals abschmecken.

 

Am Ende der Kochzeit erhält man ein sämiges Sugo/Ragu Bolognese das auch sehr gut für andere Gerichte verwendet werden kann.

Béchamelsoße

Wir bereiten zunächst eine Mehlschwitze: Butter im Topf bei mittlerer Hitze zerlassen, dann nach und nach das Mehl hinzufügen und zu einer klümpchenfreien Masse verrühren. Die Masse dann für zwei, drei Minuten rösten (einbrennen).

Dann bei kleiner Temperatur kleine Menge Milch (oder auch Brühe) hinzufügen, verrühren bis wieder eine sämige Masse entsteht und das solange bis die gewünschte Menge Béchamelsoße erreicht ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Wenn du die Mehlschwitze länger röstest (7-8 Minuten) schaffst du dir eine Basis für dunkle Soßen z.b. dann mit Bratensud aufkochen, aber hier bei der Lasagne wollen wir ja eine helle Soße haben.

Schichten:

eine dünne Schicht Béchamelsoße auf den Boden, dann eine Lage Nudelplatten, eine Lage Bolognese und darauf eine dünne Schicht Béchamelsoße. Abschließend eine Schicht Bolognese und Béchamelsoße, darauf wird dann der Käse verteilt

Garzeit:

Ober u. Unterhitze 190 Grad

Umluft 170 Grad

ca. 30-40 Minuten backen,

 

Falls ihr vorhabt Teile des Essens einzufrieren: eine etwas dickere Käseschicht beim zubereiten und langsames erwärmen (nach dem auftauen) im Backofen (150Grad, ca 25-30 Minuten) sorgt dafür das die Lasagne nicht austrocknet.

Mai 1980. Erstkommunion.

Puh, ich erinnere mich das ich mich mit diesem ganzen Brimborium nicht wohl gefühlte habe. Wir waren etwas  1 Jahr vorher vom Saarland ins Rheinland gezogen und ich bin da noch lange nicht angekommen. Die Eltern streiten sich die ganze Zeit und die neue Schule liegt mir gar nicht. Ich habe viel Zeit in der Stadtbücherei verbracht, da war wenigstens Ruhe.

Hier noch ein Bild dazu.