Ich habe seit Jahren eine Flasche spanischen Brandy im Schrank die einfach nicht weniger wird. Alkohol ist halt kein großes Thema in diesem Haushalt. Letztens kam das Küchenlatein mit diesem Rezept um die Ecke und endlich wusste ich was mit dem Brandy anfange…

Ich habe das Rezept etwas an meinen Geschmack angepasst, das Mischungsverhältnis aber im wesentlichen übernommen. Die Zubereitung dauert wirklich nur Minuten.

Zutaten

4 Eier, Größe M

120 ml Ahorn-Sirup; je nach Intensität des Sirups mehr oder weniger verwenden, meiner war sehr mild – also mehr

200 ml Sahne

300 ml Milch

1/2 Teelöffel Zimt

1 Msp. Muskat, nach Geschmack auch etwas mehr

250 ml Brandy

1 Esslöffel Vanilleextrakt

Zubereitung

Die Eier schaumig aufschlagen, nach und nach einzeln Sahne, Milch Brandy und die Gewürze hinzufügen – und zwischendurch immer wieder schaumig aufschlagen.

Je nach Geschmack noch etwas Ahorn-Sirup oder Brandy hinzufügen und das Gemisch im Kühlschrank mehrere Tage durchziehen lassen – das Original-Rezept sagt fünf Tage ich war nach drei Tagen schon zufrieden. Die Menge ergibt etwa 1 Liter und passt gut in den Kühlschrank. Wird klassischerweise mit Sahnehäubchen serviert.

Fazit

Den Eggnog kann man kalt oder warm trinken (nur leicht erwärmen sonst flockt das Ei aus) auf jeden Fall bitte im Hinterkopf behalten das man da Alkohol trinkt…

4/5

 

Anlass meiner Bestellung bei TellerMitte.de waren ja Flusskrebse. Die sollte es dann jetzt auch mal geben. Die Flusskrebse sind bereits in einem Weissweinsud vorgegart. Es liegt nahe die finale Zubereitung ebenfalls in einem Weißweissud zu machen. Rezepte für einen Sud gibt es wie Sand am Meer – hier meine Version.

Zutaten

Pro Person etwa 25 Flusskrebse

1 Liter Wasser (Wasser und Wein sollten die gleiche Menge sein)

1 Liter trockener Weisswein

1 unbehandelte Zitrone

3 Zwiebeln

4-5 Knoblauchzehen

Dill, am besten frischer Dill – und davon reichlich

2 Lorbeerblätter

2 Esslöffel Zucker

Salz

Reste vom Suppengrün – es reichen zwei, drei Hände. Alternativ 1-2 Esslöffel Gemüsebrühe-Pulver, wir wollen ja nicht dogmatisch sein.

Zubereitung

Aufgetaute Flusskrebse unter kaltem Wasser abspülen und beiseite stellen.

Zwiebel häuten, halbieren und in Scheiben schneiden

Knoblauch pellen und andrücken

Zitrone abwaschen und in Scheiben schneiden

Suppengrün fein würfeln und alles zusammen mit

Wein, Wasser, Dill, zwei Lorbeerblätter, zwei Esslöffel Zucker und Salz (die Flüssigkeit sollte leicht salzig schmecken) in einen reichlich großen Topf geben.

Den Sud aufkochen und zwei, drei Minuten wallen lassen. Die Flusskrebse hinzugeben und bei niedriger Temperatur 7 Minuten ziehen lassen. Es kann sein das etwas Schaum auftritt, wer mag kann ihn abschöpfen. ich mache das nicht.

Die Flusskrebse anschliessend auf einer Platte/in einer Schüssel etwas abkühlen lassen. Die Flusskrebse werden lauwarm gegessen. Dazu diverse Dips (lecker: Joghurt mit Salz, Pfeffer, gehacktem Dill und etwas Zitronensaft vermischen) und Baguette.

Smaklig måltid!

Fazit

Der Sud ist super, den lasse ich zukünftig so. Den kann man auch mit Fenchel aufkochen, das gibt eine interessante Note. Die Flusskrebse waren ok, die Qualität war sehr gut. Mir persönlich waren die Flusskrebse etwas zu mini, an das Fleisch in den Scheren kam man gar nicht ran. Das nächste Mal halte ich nach größeren Exemplaren Ausschau.

 

Ochsenbäckchen

Früher, als ich noch im Gebirge lebte, gab es häufiger Ochsenbäckchen, die Rinder liefen ja nebenan herum. Hier in der Stadt ist mir das Fleisch nicht mehr in die Hände gefallen und damit in Vergessenheit geraten. Ich habe mich gefreut als ich bei meiner Recherche nach Fleischlieferanten hier auf Ochsenbäckchen gestoßen bin.

Generell: das Fleisch braucht lange! Drei Stunden Garzeit muss man schon mindestens einplanen. Dafür lässt sich das Gericht gut am Tag vorher vorbereiten und es kommt beim garen nicht auf die Minuten an. Fett, Gewebe und Sehnen schmelzen bei der langen Garzeit, am Ende erhält man butterweiches und schmackhaftes Fleisch.

Lässt sich nicht ganz so gut fotografieren – trotzdem lecker: Ochsenbäckchen.

Zutatenliste

  • Ochsenbacken (Anzahl pro Person 1-2, das hängt ein wenig von der Größe bzw. vom Schnitt ab. Ich denke 2 Stück pro Person ist auf jeden Fall ausreichend).
  • Knochen (sind nicht zwingend notwendig aber gut für den Geschmack)
  • Öl oder Schmalz zum anbraten
  • 3 große Zwiebeln
  • 3 Möhren
  • 1/3 Sellerieknolle
  • 1 Stück Lauch
  • Ingwer
  • Knoblauch, 4-5 Zehen
  • 1 Flasche Rotwein, ob trocken oder halbtrocken ist egal, nur zu säuerlich sollte er nicht zu sein. 
  • 5 Lorbeerblätter
  • 6 Wachholderbeeren
  • 6 Pimentkörner
  • 1 El Tomatenmark 
  • 1 Liter Rinderbrühe oder -fond
  • Salz
  • Schwarzer Pfeffer
  • Ein großer Topf, möglichst backofenfest.

 

Zubereitung

Das Gemüse schälen und grob würfeln.

Das Fleisch unter kaltem Wasser abspülen und anschließend trocken tupfen. Ggf. schauen ob das Fleisch noch pariert werden muss, sollte aber in der Regel nicht notwendig sein.

1,5 Kilo ergeben 7-8 Ochsenbäckchen. Reicht für 4 Personen.

Knochen für den Geschmack

Das Fleisch leicht salzen Die Ochsenbäckchen salzen und im Fett/Schmalz beidseitig scharf anbraten, aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.

Anschließend im Bratensatz zunächst die Knochen anrösten, die Zwiebeln hinzufügen, dann nach und nach das restliche Gemüse und mit Tomatenmark aromatisieren
Den Bratensaft mit einer halben Flasche Rotwein ablöschen und reduzieren lassen. Den restlichen Wein in kleinen Mengen hinzugeben und alles leicht reduzieren lassen.
Das Fleisch wieder in den Topf geben,  Salz, Pfeffer, Piment, Wachholder und Lorbeer hinzufügen und mit der Rinderbrühe übergießen.
3 1/2 Stunden im Ofen bei 140 Grad (mit Deckel) schmoren lassen. Sind die Fleischscheiben eher dünn, können auch 3 Stunden Garzeit reichen – es kommt aber nicht auf die Minute an.
Am Ende der Garzeit das Fleisch herausnehmen und warmhalten (Restwärme Backofen), Knochen und Gemüse aus dem Topf nehmen und Soße abschmecken. Hat man keine Knochen verwendet, bietet es sich an das Gemüse durch feines Sieb zu passieren. Die Soße ggf. mit etwas Stärke abbinden.
Zu den Ochsenbäckchen passt ein knackiger Salat und etwas Baguette. Und ein Bier. Oder ein Bordeaux. Oder Kartoffeln und ein Gemüse der Wahl, eigentlich passt alles dazu was auch zu einem Braten als Beilage nehmen würde.

Leberknödel in Brühe

Die Leberknödel habe ich zusammen mit anderen Artikeln bei MeinMetzger.de bestellt. Wir haben die Knödel ganz am Ende ihres MHDs gegessen – sie waren noch einwandfrei.

Geschmacklich waren die Knödel so wie man sie eben Leberknödel vorstellt; die Leber war gut herauszuschmecken und die Würzung war ok und nicht zu dominant. Ich habe anstatt Fleischbrühe Gemüsebrühe verwendet: die Brühe erhitzen und die ausgepackten Leberknödel 15 Minuten in der Wimmernden Brühe Warmziehen lassen.

 

Preis

Zwei Leberknödel kosteten 2,39€, dazu Brühe nach Geschmack.

 

Fazit

Durch das Vakuumieren werden die Knödel etwas unförmig, das bekommen andere Lieferanten besser hin. Geschmacklich gab es nichts zu meckern.

Gefüllte Gemüsezwiebeln

Ein einfaches Rezept ohne allzugroßen Aufwand an Zeit und Geld. Die Beilage könnten Kartoffeln sein, im Sommer funktioniert das auch ganz gut mit einem Salat und ein paar Scheibchen geröstetes Baguette. Ich habe mich hier für Stampfkartoffeln entschieden.

Ich verwende gerne grobes Bratwurstbrät für die Füllung, man kann natürlich auch Hackfleisch verwenden und selber würzen.

 

Zutatenliste

Gemüsezwiebel, pro Person eine große Zwiebel (sind die Gemüsezwiebeln eher klein, dann halt zwei pro Person)

Grobe Bratwurst, eine pro Zwiebel (eine Wurst mehr als Reserve für sehr große Zwiebeln schadet nicht).

Gemüsebrühe (Fleischbrühe geht auch) nach Bedarf, ich habe für meine Variante hier 750 ml Brühe benötigt.

Kartoffeln nach Bedarf, ich habe ca. 250 g pro Person gerechnet, mehligkochende Kartoffeln sind super, vorw. festkochend passt auch.

Salz und Muskat für die Stampfkartoffeln

Butter

50 ml Sahne oder Milch

 

Die Zubereitung

Zwiebel schälen und an der Unterseite gerade schneiden, damit die Zwiebeln später nicht umfallen. Dann die Zwiebeln aushölen, das geht sehr gut mit einem Kugelausstecher. Am Boden nicht zuviel wegnehmen, die Zwiebel fällt sonst auseinander.

Die Bratwurst von der Pelle befreien. Es gibt nun zwei Varianten:

  • die Brätmasse in die ausgehöhlten Zwiebeln drücken
  • die Brätmasse in der Pfanne kurz und scharf anbraten, damit etwas mehr Biss entsteht. Ruhig etwas von ausgehöhlten Zwiebelstückchen untermengen. Ich nehme die zweite Variante, mir ist der Geschmack lieber.

Hat man Brät/Hackfleisch übrig, kann man kleine Frikadellen davon machen.

Die gefüllten Zwiebeln in eine hohe Auflaufform oder in einen ofenfesten Topf stellen.

Mit der der Brühe mindestens zur Hälfte, besser noch bis zu 2/3 der Form auffüllen. Restliche Zwiebelstückchen können mit in die Brühe. Das Ganze nun für 30-35 Minuten bei 170 Grad bei Umluft in den Ofen geben, wenn das Brät nicht vorgebraten wurde, 10 Minuten länger im Ofen lassen.

Kartoffeln schälen, würfeln und in Salzwasser kochen. Die garen Kartoffeln zusammen mit Butter und Muskat zerstampfen und die Sahne bzw. Milch einrühren bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Die fertig gegarten Zwiebeln aus der Brühe nehmen, die Brühe mit dem Pürierst hochziehen und noch mal abschmecken. Fertig.

Mahlzeit!