Das Café Grießbach liegt auf einer Anhöhe und hat einen großartigen Blick über Dresden. Das Restaurant selbst ist durchaus etwas in die Jahre gekommen. Die ganze Vertäflungsoptik lädt einen schon in den frühen 70iger Jahren ab. Aber Optik hin oder her – die Bude brummt: am Wochenende bekommt man keinen Tisch ohne Reservierung.

Café Grießbach liegt bei den Schwiegereltern um die Ecke und wird von diesen ganz gerne für kleine Festivitäten genommen. Die vermutlich ältesten Kellner von Dresden servieren erstklassige Hausmannskost an deren Qualität nichts auszusetzen ist. Die Preise sind ok, die Mengen reichlich bemessen.

Vielleicht schaffe ich es auch nochmal im Sommer dorthin, der Blick von der Terrasse ist zumindest großartig.

Cafe Grießbach

Neunimptscher Straße 13, 01169 Dresden

Website

3/5

D. und mich treibt das Thema Ernährung schon eine Weile um, nicht im Sinne einer Ersatzreligion, eher in die Richtung bewusster Leben. Ich denke schon das man schauen kann ob man seinen alltäglichen Verbrauch durch lokale Lieferanten decken kann. Das muss nicht unbedingt alles Bio sein, nicht jeder kleine Bauer/Gärtner kann sich die Bio-Zertifizierung leisten. Das Einkaufen auf lokalen Wochenmärkten funktioniert hier nicht wenn du Vollzeit arbeiten gehst und am Rande der Vorstadt lebst… Und ausgerechnet Samstags dann durch die ganze Stadt zu kurven um ein bisserl frisches Gemüse für das Wochenende einzukaufen ist mir mittlerweile zu blöd.

Wir experimentieren seit einer Weile mit Gemüsekisten, irgendwie ist das für uns bislang nicht stimmig gewesen. Die Abo-Kisten beinhalten wenig Abwechslung und wenn du vor jeder Lieferung Einfluss auf die Bestellung nehmen willst – dann kannst du fast schon wieder selbst einkaufen gehen. Und es ist erstaunlich wieviel zugekauft wird – das steht dann wieder im Widerspruch zu lokal.

Egal, irgendwo bin ich im Internet auf diese Etepetete-Geschichte* gestoßen. Kurzform: Gemüse das es nicht in den Handel schafft weil es nicht schön genug ist wird regelmäßig an willige Kundschaft versendet. 20,- € für eine 5 kg Kiste mit Gemüse, inclusive Versand. Kann man mal testen, schlimmer als die Gemüsekiste kann es nicht werden.

Die Ware wird in erstaunlich hochwertigen Kisten geliefert, der Karton hat eine hohe Dichte und ist sehr robust. Fast zu schade um ihn wegzuwerfen.

Lieferung 1:

Lieferung 2:

Ganz nett sind die jeweils auf die Lieferung abgestimmte Rezeptvorschläge:

Geliefert wird im wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Rhythmus. Wir haben uns für den zweiwöchigen Rhythmus entschieden, in der Woche kochen wir selten bis nie Zuhause. Der Inhalt der Kiste reicht so gut die 14 Tage bis zur nächsten Lieferung. Die Lieferung erfolgt durch UPS, immer Freitags. Das hat bislang problemlos geklappt. Auch wenn ich mir wünschen würde das ich Einfluss auf den Liefertag nehmen könnte. Ich gehe meistens Freitags nach der Arbeit einkaufen, ich weiss dann aber noch nicht was in der Gemüsekiste drin ist… Eine Mail vor der Lieferung könnte das vermutlich beheben.

Nett ist das die Gemüsekiste auch Obst beinhaltet. Bislang waren Obst & Gemüse von bester Qualität, da gibt es absolut nichts zu meckern. Auf der Internetseite von Etepetete erfährt man zur jeweiligen Lieferung Details, z.B. ob die Kartoffeln festkochend oder mehlig sind.

Was ist nun mit lokal, Verpackungsmüll und dem Paketauto? Gute Frage – solange ich hier vor Ort keine bessere Lösung finde behalte ich die Lieferung über Etepetete bei. Die leeren Kisten sammle ich erstmal, die werden eine Verwendung finden. Als Kompensation habe ich Amazon Prime gekündigt, es ist erstaunlich wieviel weniger man dort bestellt wenn man auf einmal wieder auf Versandkosten achtet…

*und weil man heute ja schnell unter Generalverdacht steht: nein, ich bekomme kein Geld für diesen Artikel, ich schreibe das weil mir die Dienstleistung gefällt.

Update Januar 2021

Nach einer längeren Pause beziehen wir seit ein paar Wochen wieder eine regelmäßige Kiste von Etepetete – dieses Mal eine reine Obstkiste. Gemüse kaufe ich lieber Bedarfsabhängig, beim Obst geht es aber hauptsächlich um den Geschmack des Gärtners. Dieser ist sehr zufrieden und freut sich alle drei Wochen auf seine neue Lieferung in bester Qualität.

Zugenommen oder abgenommen?
Zugenommen. Frust kennt bei mir nur ein Ventil.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Deutlich grauer.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Alles im Lot, auch wenn ich öfters mal die Brille hochschiebe um das Kleingedruckte zu lesen..

Mehr ausgegeben oder weniger?
In Vergleich mit 2016 ähnlich viel, insgesamt aber zuviel. Relativ viel Spielzeug erneuert, Möbel weiter an den Rücken angepasst. Für 2017 gilt: keine Ausgaben für Technik.

Mehr bewegt oder weniger?
Zählt rollen als Bewegung?.

Der hirnrissigste Plan?
Teuren Crosstrainer gekauft um dem Punkt vorher beizukommen. Kann man fehlende Selbstmotivation eigentlich irgendwie kaufen?

Die gefährlichste Unternehmung?
Das geistige Niveau schreit laut nach mehr Input.

Die teuerste Anschaffung?
Sessel. Aber das Ding ist saubequem.

Das leckerste Essen?
Oh, das waren die selbst gemachten Bratwürste zu Heiligabend. Der Mann hat mir einen Fleischwolf mit Bratwurstfüllrohradapter geschenkt. Da geht was!

Das beeindruckenste Buch?
Gab es nicht. Ich kann die Begeisterung mancher über den großen Glander usw. nicht teilen. Vermutlich bin ich auch nicht die Zielgruppe.

Der ergreifendste Film?
Ergreifend? Achje.

Die beste  Musik?
Schluss mit diesem CD-Zeugs, ich hab ja nicht mal ein Abspielgerät. Im Augenblick habe ich mit Musik mit schönen Melodien.

Das schönste Konzert/Theaterstück?
Konzerte beinhalten Menschen die sich rhythmisch bewegen. Örks. Nehmen wir Theater. Dürrenmatts Panne im kleinen Haus des Staatsschauspiel hatte es mir angetan. So schön böse.

Der beste Sex? 
Das ist auch sone Frage aus der Brigitte wa?

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Arbeiten.

Die schönste Zeit verbracht damit…?
in Cafés zu sitzen. Amsterdam war schön, Schleswig-Holstein auch.

Vorherrschendes Gefühl 2016?
Das das Leben an mir vorbeisaust.

2016 zum ersten Mal getan?

2016 nach langer Zeit wieder getan? 
Am Meer gesessen.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Den Tod des Katers. Das verwanzte Ferienhaus. Zuviel Arbeit.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das es sinnvoller ist eine Veränderung selbst und bewusst anzugehen anstatt irgendwann getrieben zu werden.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Mich zu ertragen.

 

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
<3

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

2016 war mit einem Wort…?
Energielos.

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Frühere Jahre: 20142015