Unruhige Nacht gehabt, mich beschäftigt gerade Vieles. Gegen 5 Uhr dann die Nacht beendet und das iPad in die Hand genommen und etwas Internet gelesen. Um sechs Uhr bin ich dann aufgestanden, Tabletten eingeworfen, durchs Bad gerannt, die Tasche gepackt, vom Gärtner verabschiedet und um kurz nach halb Sieben das Haus verlassen. Auf dem Weg zur Arbeit auf der Autobahn gleich zwei Vollbremsungen hingelegt – Deutsche können einfach kein Reißverschlusssverfahren. Irgendeiner spinnt immer.

Anstatt zum Bäcker zu fahren entschied ich das ich mir mal bei MCDonalds zwei Mc Muffin Bacon & Eggs gönnen sollte. Gemacht, getan. Der weitere Tag war – wie die vier Tage davor auch – sehr voll gepackt. Normalerweise habe ich Freitags Home-Office, das klappt gerade aus Gründen nicht. Neuer Mitarbeiter, viele Problemchen, ein riesengroßes Problem, und viel viel viel. Zwischendurch ein PCR-Test, Ergebnis morgen.

Der Gärtner hatte in der Nähe einen Friseurtermin und holte mich im Anschluss dann gegen 15:30 Uhr von der Arbeit ab. Er erzählte das beim Friseur nach wie vor keine Maske getragen wird – weder vom Personal noch vom Großteil der Kunden. Der Gärtner hält zwar tapfer seine Maske beim Schnippeln fest. Da das auch mein Friseur ist, entscheide ich mich meinen Friseurtermin am Montag abzusagen. Mir reicht es, ich such mir nach 23 Jahren einen neuen Friseur – solange laufe ich halt als Hippie durchs Land.

Ich habe nicht erwartet das Corona nach einem Jahr noch so nah an mich rankommt wie es jetzt gerade passiert. Was heisst passiert, überrollt trifft es besser. Desinteresse, Schulterzucken, “das betrifft mich doch nicht”, “ich weiss immer gar nicht was alle haben” , die immer mit ihren Regeln”. Kann man ja privat alles so sehen. Wenn man dann ggf. seinen Job verliert weil eine Firma nicht mehr arbeitsfähig ist ist dann auch egal. Oder andere ansteckt weil halt… egal. Ich mache das nicht mehr mit.

Der Gärtner und ich haben uns entschieden erst wieder in Urlaub zu fahren wenn wir Beide geimpft sind, die Schwiegereltern müssen mit Besuchen warten bis sie geimpft sind und auch der Rest wird auf Sparflamme gehalten – mir ist die Meinung anderer Menschen zu diesem Thema halt auch schlicht egal. Ende.

Wo waren wir? Ah. Feierabend. Auf der Heimfahrt hielten wir beim Bäcker an, ein Stück Kuchen zu Seelenpflege musste her. Zuhause angekommen räumte der Gärtner ein wenig rum, dann gab es Kaffee und Kuchen. Nachdem mir das nicht für Seele reichte, wurde einen Abendessenbestellbeschluss gefasst. Ohne Lieferando gibt es hier draussen nichts, zum abholen war ich zu müde. In der Nähe eine Sportlergaststätte gefunden. Riesenschnitzel klang gut. *bestellbuttondrückgeräusch*

Das Essen kam gegen 20 Uhr und war lecker. Die Portionen waren groß, das Riesenschnitzel schaffte ich nur zu einem Drittel, macht nix. Morgen halt. Nachdem Essen saßen wir noch ein wenig rum und zappten durch YouTube. Mir fielen im 5 Minuten-Takt die Augen, der Tag endete also nicht viel später…

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#WMDEDGT ist eine Idee von Frau Brüllen zur Förderung der Kultur des Tagebuchbloggens. Die anderen Beiträge findet man >> hier <<.